Teegeschichte

Landschaft

 

Dust-Tees: Es handelt sich um Teepulver. Bei uns sind Dust-Tees kaum im Handel. In England ist es eine gängige Sortierung und in Indien und Pakistan sogar der populärste Tee. Es werden feinste Blattteile verwendet und nur wenige Körnchen werden für eine Tasse Tee benötigt. Dieser Tee ist sofort trinkbereit und wird oft mit Milch und Zucker angeboten.


Blattbezeichnungen

  • Finest: Jeder Teegartenbesitzer kann seinen Tee, egal zu welchem Zeitpunkt er hergestellt wird, als feinsten Tee bezeichnen – Regeln oder Einschränkungen gibt es nicht.
  • Tippy: Grundsätzlich sollten feine goldene Blattspitzen in diesem Tee vorhanden sein. Auch hier kursieren eigene Bezeichnungen ohne Einschränkung.
  • Golden: Damit bezeichnet man die feinen Blattspitzen der Sommerernte, sofern diese vorhanden sind und eine sorgfältige Verarbeitung der grünen Teeblätter durchgeführt wurde.
  • Flowery: Jeder Tee kann als blumig bezeichnet werden.
  • Orange: Dieser Ausdruck kommt aus dem 18. Jahrhundert, wo in Holland einer beliebten Teesorte der Name des Königshauses Oranien verliehen wurde: Orantje Pekoe. Aus dem Wort «Orantje» machten die Engländer schliesslich aufgrund der Einfachheit der Aussprache dann «Orange». Bezeichnet werden ganze Blätter, die idealerweise alle die gleiche Grösse aufweisen und länglich geformt sind.
  • Pekoe: Bezeichnet Blätter, die fast noch ganz sind; ihnen fehlt nur die Spitze.
  • Nr.1: Das steht für die erste und feinste Aussiebung.
  • B: Es handelt sich um einen Broken-Tee.
  • F am Ende: Es ist ein Fannings- oder Aufgussbeuteltee.


Zusammenfassend sei darauf hingewiesen, dass weder die Anzahl der verwendeten Buchstaben noch deren Reihenfolge in irgendeiner Weise Rückschlüsse auf die effektive Qualität oder den Preis zulassen.

 

Bezeichnungen der Blatt-Tees

  • GT: Golden Tips bezeichnen sehr grosse, goldene Blattspitzen. Eine Besonderheit, die nur noch in wenigen Regionen hergestellt wird.
  • SFTGFOP1: Special Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe 1. Beste Aussiebung der Teeherstellung mit einheitlich grossem Blatt. Ein leichter, blumiger Tee, der ganzjährig vorrangig in Darjeeling, Assam, Nilgiri und Nepal hergestellt wird.
  • TGFOP1: Tippy Golden Flowery Orange Pekoe 1. So werden in Nepal, Assam und Südindien Blatt-Tees bezeichnet. Auch einige ausgesuchte Darjeeling Teegärten verwenden diesen Ausdruck.
  • GFOP: Golden Flowery Orange Pekoe. Diese Bezeichnung findet man gelegentlich bei Assam-Tee, in Bangladesch und Nepal, neuerdings aber auch wieder in wenigen Teegärten Kenias und Tansanias.
  • FOP: Flowery Orange Pekoe. Benennung einiger Blatt-Tees in Assam, Südindien, Bangladesch, Nepal, Vietnam, China, Indonesien und wenigen Gärten Sri Lankas.
  • OP: Orange Pekoe. So werden einfache, ordentliche Blätter ohne viele Stalks (Stängel) in Argentinien, Brasilien, Indonesien, Sri Lanka, Südindien, Georgien und der Türkei bezeichnet.

 

 

 

 

Bezeichnungen des Broken-Tees
  • BOP1: Broken Orange Pekoe 1. Bedeutet Grobaussiebung. Es bezeichnet gebrochene Blätter, die noch relativ lang und rechteckig geformt sind. Eine spezielle Blattsortierung der Lowgrown Anbaugebiete Sri Lankas- auch als «semi-leaf» angeführt.
  • Pek: Pekoe. Besondere Bezeichnung für speziell in Sri Lanka hergestellte, grobe Blattteile, aber auch gebräuchlich in Kenia, Tansania, Vietnam und Südindien.
  • BOPgrof: Broken Orange Pekoe grob. Indonesische Bezeichnung für Pekoe.
  • BPS: Broken Pekoe Souchong. Grobe, leicht kugelige Blätter aus Assam und Darjeeling.
  • FTGFBOP1: Finest Tippy Golden Flowery Broken Orange Pekoe 1. Bezeichnung der feinsten Brokengrade in Darjeeling, Assam, Terai, Dooars und Nepal.
  • TGFBOP1: Tippy Golden Flowery Broken Orange Pekoe 1. Sehr häufige Broken-Bezeichnung in Assam, Terai und Dooars.
  • GFBOP: Golden Flowery Broken Orange Pekoe. In Assam gröbere Broken-Tees mit vielen Tips, in Kenia seher einem BOPF ähnelnd, also kleiner in der Blattstruktur.
  • GBOP: Golden Broken Orange Pekoe. Kleinblättriger Broken-Tee, meist aus Assam, Dooars, Terai sowie aus Yunnan/China.
  • BOP: Broken Orange Pekoe. Bekannt aus Sri Lanka, China, Südindien, Kenia, Tansania, Indonesien, Türkei, Argentinien und Brasilien.
  • BP: Broken Pekoe. Vorwiegend aus Indonesien; im Aussehen den Blatt-Tees sehr ähnlich, in der Struktur aber deutlich kleiner.
  • BT: Broken Tea. Off-Grade aus Indonesien.


Blattbezeichnungen des Grünen Tees
Die Einteilung der Grünen Tees ist sogar noch feiner und vielgestaltiger als die für die Schwarztees. Japan, Indien, Taiwan und China teilen die Grüntees alle unterschiedlich ein und verwenden ihre eigenen Bezeichnungen. Im Allgmeinen konzentrieren sich die Blattgrade beim Grüntee weniger auf die Grösse der Blätter als vielmehr auf die Herkunft, die Geschmacksqualität sowie auf den Flush (die Pflückung).

  • Sencha: Langes, gerades, grünes und meist auch flach gepresstes Blatt
  • Gunpowder: Kugeliges, grünes Blatt
  • Chun Mee: Zartes, kurzes grünes Blatt, der Länge nach gerollt
  • Sow Mee: Grobes, unregelmässiges grünes Blatt
  • Gyokuro: Zartes, nadelförmiges, tiefgrünes Blatt
  • Bancha: Sehr grobes, langes Blatt mit vielen Stalks (Stängeln)
  • Hojicha: Gerösteter Grüntee
  • Kukicha: Blattrippen und Stängel; zum Teil hervorragende Qualitäten im Frühling
  • Genmaicha: Mit Reis oder Puffmais gemischter Grüntee
  • Matcha: Pulverisierte Grünteeblätter; dient als Tee der japanischen Teezeremonie, wird aber in unseren Breitengraden häufig zum Kochen verwendet

 

Weitere Blattbezeichnungen lehnen sich an die jeweilige Herkunft, also an die Anbaugebiete, an. Zum Beispiel gibt es Lung Ching Tee nur in langer, flach gepresster Blattform. Der Yong Xi Huo Qing ist ein sehr kleiner, kugeliger Tee mit einem wunderbaren Orchideenblütenduft und erinnert an Pinhead Gunpowder. Der Tai Ping Hou Kui hingegen zeichnet sich beispielsweise durch ein zwei bis drei Zentimeter langes jadegrünes Blatt aus.

 

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